
Mitarbeiterdatenbank: Welche Daten hineingehören – eine Checkliste
Kaum ein Unternehmen beginnt mit einer Mitarbeiterdatenbank. Am Anfang stehen eine Excel-Tabelle, ein Ordner mit Arbeitsverträgen und ein Export aus der Lohnabrechnung – und irgendwann weiß niemand mehr, welche Version aktuell ist.
Eine Mitarbeiterdatenbank, oft auch digitale Personalakte oder Personaldatenbank genannt, führt einen Datensatz pro Person an einem Ort. Alle anderen HR-Prozesse lesen daraus: Onboarding, Mitarbeitergespräche, Weiterbildung, das Organigramm. Ist der Datensatz falsch, sind es alle.
Die Checkliste: Was in jeden Datensatz gehört
Stammdaten
- Name, Geburtsdatum und Anschrift
- Private Kontaktdaten und ein Notfallkontakt
- Staatsangehörigkeit und, wo nötig, die Arbeitserlaubnis
Vertrag
- Eintrittsdatum, Vertragsart und Probezeit
- Arbeitszeit und Urlaubsanspruch
- Stellenbezeichnung und Entgeltgruppe
Organisation
- Abteilung und Team
- Vorgesetzte Person, also die Berichtslinie
- Standort und Kostenstelle
Lohn und Steuer
- Steuer-ID und Steuerklasse
- Sozialversicherungsnummer und Krankenkasse
- Bankverbindung
- Konfession für die Kirchensteuer
Entwicklung
- Qualifikationen und Zertifikate
- Ziele und bisherige Beurteilungen
- Abgeschlossene Weiterbildungen
Nur erfassen, was Sie brauchen
Der Grundsatz der Datenminimierung aus Art. 5 DSGVO gilt auch für Beschäftigtendaten: Speichern Sie, was das Arbeitsverhältnis erfordert – und nicht mehr. Ein guter Test für jedes Feld: Nutzt es tatsächlich jemand? Ein Feld, das niemand liest, pflegt auch niemand.
Genauso wichtig wie der Inhalt ist der Zugriff. Eine Führungskraft braucht die Berichtslinien ihres Teams, nicht die Steuerklassen der Kolleginnen und Kollegen. Die Konfession zählt nach der DSGVO zu den besonderen Kategorien personenbezogener Daten und gehört zu denen, die die Lohnabrechnung machen – nicht in eine Ansicht, die das ganze Unternehmen öffnen kann. Dieser Beitrag ist eine praktische Checkliste, keine Rechtsberatung.
Festlegen, wer welche Felder pflegt
Teilen Sie die Verantwortung auf. Mitarbeitende halten ihre persönlichen Angaben selbst aktuell, HR verantwortet Rolle, Abteilung und Berichtslinie. Das spart den Großteil des Abtippens – und die meisten veralteten Adressen.
Von der Excel-Tabelle zur Datenbank an einem Nachmittag
In Persohap füllen Sie eine Vorlage aus und laden sie hoch. Jeder Datensatz umfasst mehr als 100 Felder, einschließlich der deutschen Lohn- und Steuerfelder. Abteilungen und Teams werden angelegt, sobald sie in der Datei vorkommen – in beliebiger Reihenfolge –, und das Organigramm entsteht aus den Berichtslinien. Fehlerhafte Zeilen werden mit Zeile und Feld zurückgemeldet, alle korrekten Zeilen trotzdem übernommen.
Jede Person erhält anschließend eine Einladung. Ihr Datensatz ist schon angelegt, wenn sie annimmt – niemand tippt die eigenen Daten zweimal ein. Führungskräfte sehen nur ihren eigenen Ast des Organigramms, und die Daten liegen in der EU, in Frankfurt.

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